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Die Kirschen der Freiheit

11.9. - 15.10.2022

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Ausstellung ist nach der berühmten Erzählung von

Alfred Andersch betitelt, der „Geschichte einer Desertion“.

Die nationalsozialistische Militärjustiz verhängte während

des Zweiten Weltkrieges mehr als 30.000 Todesurteile:

gegen Soldaten, Kriegsgefangene und Zivilist*innen. Die

meisten Todesurteile ergingen gegen Deserteure und

„Wehrkraftzersetzer“. Viele weitere tausend Soldaten

starben nach kriegsgerichtlichen Urteilen in sogenannten

Bewährungseinheiten an der Front.

„Verstörend lang“ dauerte es, so der damalige Hamburger

Erste Bürgermeister und heutige Bundeskanzler Olaf

Scholz, bis die Deserteure angemessen gewürdigt wurden.

Bei uns in Ulm erinnert seit vielen Jahren das von Hannah

Stütz-Menzel geschaffene Deserteurdenkmal an diese

aufrechten Menschen (siehe Foto).

Auch heute gibt es unzählige Staaten, in denen das Grundrecht

auf Kriegsdienstverweigerung nicht existiert. Die

einzige Möglichkeit für Menschen, sich dem Töten oder der

Ausbildung zum Töten zu entziehen, ist die Desertion. Das

ist ein mutiger Schritt, der oft genug mit der Todesstrafe

geahndet wird.

Otl Aicher, weltberühmter Gestalter und Grafikdesigner,

ein bekannter Sohn Ulms, entzog sich dem staatlich verordneten

Zwang zum Töten durch Desertion.

Wir baten Künstler*innen aus ganz Deutschland, sich mit

diesen Themenbereichen kritisch auseinanderzusetzen und

sich künstlerisch dazu zu äußern. Eine Auswahl davon

zeigen wir zu den Ulmer Friedenwochen.

Teilnehmende Künstler*innen:
 

Eva Bley (Augsburg)

Verena Blunck-Mader (Steppach)

Edgar Braig (Münsingen)

Ursula Busch (Ulm)

Markus Epha (Berlin)

Manuel Götz (München)

Shahin Hesse (Garbsen)

Sabine Imhof (Altheim-Staig)

Reinhard Köhler (Ulm)

Coco Kühn (Berlin)

Volker Kurz (Gröbenzell)

Katharina Lehmann (München)

Hans Liebl (Neu-Ulm)

Helene Lindqvist (Augsburg)

Karl-Heinz Mauermann (Essen)

Jochen Meyder (Münsingen)

Nikolaus Mohr (Ostrach)

Roswitha Josefine Pape (Heidelberg)

Gisela Pletschen (Kirchzarten)

Walter Rockenbauch (Heidenheim)

Kerstin Römhild (Lohr)

Tina Schnapka (Überkingen)

Elena Schoch (Ulm)

Andreas Paul Schulz (Augsburg)

Wolfgang Schwarz (Oldenburg)

Robby Sintern (Kirchzarten)

Gabriele Stolz (München)

Judith Wettemann-Ebert (Ellwangen)

Geöffnet jeweils Do/Fr  17 - 20 Uhr und Sa 15 - 18 Uhr

Vernissage: So., 11.9.2022 um 17 Uhr

   

brüll   quietsch  zwitscher

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6.11. - 17.12.2022

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein ungewöhnlicher Titel für eine Kunstausstellung, aber wir begegnen in der Schau auch tatsächlich wundersamen Dingen und Tieren.

Edgar Braig lebt und arbeitet in Münsingen. Er benutzt uns vertraute Dinge auf fremdartige Weise, enthebt sie ihres ursprünglichen Gebrauchswerts. Am Ende dieses Verfremdungsprozesses erscheinen sie uns als absurd, aber auch als ästhetische Objekte voller Poesie.
Moritz Oppotsch aus Ulm mal mit Acrylfarben und kräftigem Pinselstrich großformatige Tierportäts. Die sind nicht naturlistisch abgebildet, sondern poppig-expressiv. Vogel, Kuh, Schwein, Hund, Esel, Eichhörnchen und Faultier, sie alle kommen, mit menschlichen Accessoires versehen, ziemlich lustig, aber als echte Persönlichkeiten daher.

Geöffnet jeweils Do/Fr  17 - 20 Uhr und Sa 15 - 18 Uhr

Vernissage: So., 6.11.2022 um 17 Uhr

   

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